Unsere Website ist nicht für deine Browserversion optimiert.

Seite trotzdem ansehen

Gemeindeversammlung 12.03.2026

Statement für die Gemeindeversammlung

Bei dieser Vorlage handelt es sich um ein grosses und wichtiges Infrastrukturprojekt für unsere Gemeinde. Es geht um Schulraum, um Sportanlagen, um Räume für unsere Musikvereine, also um zentrale Bausteine des gesellschaftlichen Lebens in Horgen.

Positiv hervorzuheben ist, dass dieser Vorlage, im Gegensatz zu früheren Projekten (Garderobegebäude usw.), ein klares Konzept zugrunde liegt.

Die Aufteilung der Funktionen auf zwei Standorte, erscheint nachvollziehbar und durchdacht. Diese Struktur schafft Synergien, reduziert mögliche Nutzungskonflikte und ermöglicht eine langfristige Entwicklung der beiden Areale.

Ebenfalls begrüssen wir ausdrücklich, dass der aus unserer Sicht ungeeignete Standort für ein Hallenbad bei der ARA nicht weiterverfolgt wird. Die Konzentration der Sportinfrastruktur auf der Waldegg ist sachlich sinnvoll. Dort bestehen bereits Sportanlagen, die verkehrliche Erschliessung ist vorhanden, und die Bündelung der Sportnutzungen an einem Ort schafft betriebliche Vorteile. Zudem leisten die Sport- und Musikvereine einen grossen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben. Sie fördern Gemeinschaft, Engagement und Integration. Deshalb ist es richtig, dass ihre Bedürfnisse in der Planung berücksichtigt werden.

Gleichzeitig müssen wir als Gemeinde darauf achten, nicht über unsere eigenen Verhältnisse hinaus zu bauen. Infrastrukturprojekte dieser Grössenordnung haben langfristige finanzielle Auswirkungen für die Gemeinde. Entsprechend soll bei der späteren Projektierung, z.B. beim Energiestandard der Gebäude, die Verhältnismässigkeit gewahrt bleiben. Nachhaltigkeit und Energieeffizienz sind sehr wichtige Ziele. Aber höhere Labels oder zusätzliche Standards sollten nur dann umgesetzt werden, wenn der zusätzliche Nutzen die Mehrkosten auch tatsächlich rechtfertigt. Entscheidend sollte die langfristige Effizienz sein, nicht das Label an sich.

Ein weiterer Aspekt betrifft die Verkehrssituation. Die neuen Anlagen werden voraussichtlich zusätzlichen Verkehr erzeugen. Deshalb ist es wichtig, dass im weiteren Planungsprozess ein realistisches Verkehrskonzept erarbeitet wird. Dieses muss in der Praxis funktionieren und die tatsächlichen Mobilitätsbedürfnisse berücksichtigen. Ideologisch geprägte Konzepte, die zwar auf dem Papier gut aussehen, aber im Alltag nicht funktionieren, helfen am Ende weder den Nutzern der Anlagen noch der Bevölkerung in den betroffenen Quartieren.

Wir sehen in dieser Vorlage einen sinnvollen nächsten Planungsschritt für eine wichtige Infrastrukturentwicklung in Horgen. Deshalb unterstützt die Mitte den beantragten Kredit für die Wettbewerbe und die Teilprojektierung.